Start › Infrarotheizung Büro: der Raum, in dem die Rechnung aufgeht

Infrarotheizung Büro: der Raum, in dem die Rechnung aufgeht

Zuletzt aktualisiert am 5. September 2026

Das Homeoffice ist einer der wenigen Fälle, in denen eine Infrarotheizung wirtschaftlich klar die richtige Wahl sein kann. Der Grund liegt im Nutzungsprofil: ein Raum, feste Zeiten, und der Rest der Wohnung soll tagsüber kalt bleiben.

Bestseller · Amazon
Inhaltsverzeichnis

Warum Einzelraumbeheizung hier funktioniert

Wer im Homeoffice arbeitet, steht vor einem Widerspruch. Die Zentralheizung wärmt das ganze Haus, gebraucht wird tagsüber nur ein Zimmer. Einzelne Heizkörper abzudrehen bringt wenig, weil das die Hydraulik stört und die Nachbarräume auskühlen.

Eine Infrarotheizung löst das: Sie heizt genau den Raum, in dem gearbeitet wird, genau zu den Arbeitszeiten, und sie ist in zwei bis vier Minuten wirksam.

Nutzungsprofil Passt Infrarot?
Vier Tage die Woche, acht Stunden ja, mit Zeitprogramm
Zwei Tage die Woche sehr gut
Ganztags, sieben Tage, großer Raum Grenzfall, siehe Kostenrechnung unten
Nur gelegentlich abends sehr gut
Raum hat funktionierenden Heizkörper Infrarot nur als Ergänzung sinnvoll

Die grundsätzliche Abwägung steht unter Ist eine Infrarotheizung sinnvoll?.

Homeoffice mit Schreibtisch am Fenster und flachem Deckenpaneel

Welche Temperatur vorgeschrieben ist

Für Arbeitsstätten gibt es konkrete Vorgaben. Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten nennen Mindestwerte für die Lufttemperatur in Arbeitsräumen, abgestuft nach Arbeitsschwere und Körperhaltung. Für überwiegend sitzende Bürotätigkeit liegt der Mindestwert bei 20 Grad.

Für wen das gilt: Für Arbeitsstätten des Arbeitgebers. Im privaten Homeoffice ist die Rechtslage anders und hängt an der Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses. Praktisch ist der Wert trotzdem der richtige Maßstab, weil er beschreibt, was für konzentriertes Arbeiten nötig ist.

Was das für die Auslegung heißt: Planen Sie auf 20 bis 21 Grad, nicht auf 18. Ein unterdimensioniertes Gerät, das den Raum nur auf 18 Grad bringt, führt dazu, dass zusätzlich ein Heizlüfter läuft, und dann ist die Rechnung endgültig ungünstig.

Wie viel Leistung Sie brauchen

Büro Dämmstandard Bedarf Praktische Wahl
8 m² Arbeitszimmer saniert 560 W 1 Paneel mit 600 W
10 m² Homeoffice saniert 700 W 1 Paneel mit 700 W
12 m² Homeoffice saniert 840 W 1 Paneel mit 860 W
14 m² Büro Neubau 840 W 1 Paneel mit 860 W
14 m² Büro Altbau ungedämmt 1.540 W 2 Paneele mit je 800 W
20 m² Büro mit zwei Arbeitsplätzen saniert 1.400 W 2 Paneele über den Plätzen
Büro mit Rasterdecke saniert 70 W je m² Rastermodule, siehe Rasterdecke

Kellerbüro und Dachbüro rechnen anders. Im Keller kommen Erdkontakt und Feuchte dazu, siehe Keller, im Dachgeschoss die größere Außenfläche, siehe Dachschräge. Den eigenen Raum rechnen Sie unter Watt berechnen durch.

Behaglich Infrarotheizung 800W mit Thermostat, Infrarotheizung Wandmontage
Angebot BR Bringer® Infrarotheizung 450 W mit Smart Thermostat Schwarz

Wo das Paneel hingehört

Über dem Schreibtisch, nicht über der Raummitte. Der Arbeitsplatz ist die Fläche, die warm sein muss. Alles andere im Raum ist zweitrangig.

Nicht direkt über dem Kopf. Wer acht Stunden unter einem Paneel sitzt, empfindet einseitige Strahlung auf den Scheitel als unangenehm. Setzen Sie es leicht versetzt, sodass es Oberkörper und Schreibtischfläche trifft, nicht senkrecht auf den Kopf.

Beine mitdenken. Fußkälte ist im Büro die häufigste Klage. Ein Deckenpaneel wärmt den Boden, ein Wandpaneel hinter dem Rücken nicht. Das ist das stärkste Argument für die Deckenmontage im Arbeitszimmer.

Nicht gegen den Bildschirm. Ein Paneel, das schräg auf einen Monitor strahlt, erzeugt Reflexionen und erwärmt das Gerät. Halten Sie Abstand oder richten Sie die Position danach aus.

Fenster beachten. Der Schreibtisch steht oft am Fenster, der kältesten Fläche des Raums. Ein Paneel in Fensternähe gleicht das aus.

Was der Betrieb kostet

Beispiel für ein 12 Quadratmeter großes Homeoffice mit einem 860-Watt-Paneel, an 4 Tagen die Woche je 8 Stunden über 26 Wochen, 55 Prozent Einschaltdauer, bei 37,0 Cent je Kilowattstunde:

0,86 Kilowatt mal 458 tatsächliche Heizstunden gleich 394 Kilowattstunden gleich 146 Euro je Heizsaison.

Nutzung Kosten je Saison
2 Tage die Woche, 8 Stunden 73 €
4 Tage die Woche, 8 Stunden 146 €
5 Tage die Woche, 9 Stunden 205 €
5 Tage die Woche, ohne Thermostat 373 €
20 m² Büro, 1.600 W, 5 Tage, 9 Stunden 381 €

Die Einordnung: 146 Euro für eine Heizsaison sind ein guter Wert für einen Raum, der ansonsten das ganze Haus mitheizen ließe. Ab etwa 20 Quadratmetern und fünf vollen Arbeitstagen kippt die Rechnung, dann lohnt der Vergleich mit einer Anbindung an die vorhandene Heizung. Die Rechenwege stehen unter Kosten.

Steuerung: hier zahlt sie sich am schnellsten aus

Ein Büro hat das planbarste Nutzungsprofil aller Räume, und genau davon lebt die Automatisierung.

Wochenprogramm nach Arbeitstagen. Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr auf 21 Grad, Freitag bis 14 Uhr, Wochenende 16 Grad. Das allein spart gegenüber Dauerbetrieb rund 60 Prozent.

Vorlauf nutzen, aber knapp. Weil das Paneel in zwei bis vier Minuten wirkt und der Raum nach zwanzig bis dreißig Minuten durchgewärmt ist, reicht ein Vorlauf von einer halben Stunde. Eine Stunde ist verschenkt.

Absenkung statt Abschaltung. In der Mittagspause und über Nacht auf 17 Grad absenken, nicht ausschalten. Ein völlig ausgekühlter Raum braucht am Morgen mehr Energie als einer, der bei 17 Grad gehalten wurde.

Fernsteuerung. Wer unregelmäßig im Büro ist, schaltet per App auf dem Weg dorthin ein, mehr dazu unter Smart Home und Thermostat.

Fühlerposition. An eine Innenwand in 1,20 bis 1,50 Metern Höhe, außerhalb des Strahlungskegels und nicht neben Rechner, Monitor oder Drucker. Deren Abwärme täuscht dem Fühler eine wärmere Raumtemperatur vor, als tatsächlich herrscht.

Gewerbliche Büros mit Rasterdecke

In gewerblich genutzten Büros ist die Decke fast immer ein Rastersystem. Dafür gibt es Heizmodule im Rastermaß, die anstelle einer Deckenplatte eingelegt werden. Optisch bleibt die Decke ruhig, es muss nichts gebohrt und nichts abgehängt werden, und über der Decke liegt bereits ein Installationsraum für die Zuleitung.

Alles Weitere dazu, einschließlich Traglastprüfung und Modulzahl je Raumgröße, steht unter Rasterdecke. Die Bauform für Wohnräume erklärt Deckenpaneel, die Grundlagen stehen auf der Startseite.

Häufige Fragen zum Büro

Lohnt sich eine Infrarotheizung im Homeoffice?

In den meisten Fällen ja. Ein 12 Quadratmeter großes Homeoffice kostet bei vier Arbeitstagen die Woche rund 146 Euro je Heizsaison. Dafür bleibt der Rest der Wohnung tagsüber kalt, was mit einer Zentralheizung schwer zu erreichen ist.

Welche Temperatur muss im Büro herrschen?

Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten nennen für überwiegend sitzende Bürotätigkeit einen Mindestwert von 20 Grad. Im privaten Homeoffice gilt das nicht unmittelbar, ist als Maßstab für konzentriertes Arbeiten aber der richtige Wert. Planen Sie die Anlage auf 20 bis 21 Grad.

Wie viel Watt braucht ein Arbeitszimmer?

Rechnen Sie 70 bis 80 Watt je Quadratmeter im sanierten Bestand, also rund 860 Watt für 12 Quadratmeter. Im ungedämmten Altbau und in Kellerbüros liegt der Wert deutlich höher, dort sind zwei Geräte die bessere Lösung.

Wo hängt das Paneel im Büro am besten?

Über dem Schreibtisch, leicht versetzt, sodass es Oberkörper und Arbeitsfläche trifft und nicht senkrecht auf den Kopf strahlt. In Fensternähe gleicht es zusätzlich den größten Wärmeverlust aus. Nicht so, dass es schräg auf den Monitor strahlt.

Was hilft gegen kalte Füße am Arbeitsplatz?

Ein Deckenpaneel, weil es den Boden erwärmt. Genau das leistet ein Wandpaneel hinter dem Rücken nicht. Fußkälte ist die häufigste Klage im Büro und der stärkste Grund für die Deckenmontage in diesem Raum.

Was ist mit Büros, die eine Rasterdecke haben?

Dafür gibt es Heizmodule im Rastermaß 600 x 600 oder 625 x 625 Millimeter, die anstelle einer Deckenplatte eingelegt werden. Rechnen Sie 70 Watt je Quadratmeter, bei Modulen mit 300 bis 360 Watt also vier bis fünf Stück für 20 Quadratmeter.

Maria Lengemann

Über die Autorin

Maria Lengemann

Maria Lengemann ist freie Texterin und Ghostwriterin mit über 17 Jahren Erfahrung im digitalen Marketing und Content-Bereich. Sie schreibt Ratgeber, Blogartikel und Webtexte für Unternehmen, die informieren statt blenden wollen. Als Mitgründerin der Diginauten GmbH begleitet sie außerdem kleine und mittelständische Betriebe bei Content-Strategie und Online-Sichtbarkeit.

Letzte Aktualisierung der Amazon-Preise und Amazon-Sterne-Bewertungen am 5.09.2026 | Affiliate Links - Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. | Bilder von der Amazon Product Advertising API | Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten